Woppow erinnert an das romantische Somalia der achtziger Jahre, und spricht dann über den popkulturellen Aspekt der somalischen Piraterie: Endlich gibt es ein kulturelles Phänomen, dass auf die Pauke haut und Pop sowie Widerstand symbolisiert. Doch auch Woppow ist sich über die Gewalt der EU-Einsatzkräfte, genannt Atalanta, im indischen Ozean bewusst, die unschuldige Fischer und angebliche Piraten auf brutale Weise ermorden. Wozu diese Brutalität?
Die EU-Sprecherin Carmen Brega erklärt, dass die EU ihre Gewässer verteidigen muss, sonst würde sich der Thunfischexport stark reduzieren. Bis zu 40% der Produktion an Thunfisch in Dosen könne sonst nicht zu Stande kommen. Da die Nachfrage sehr hoch ist, ist der Verzicht auf somalischen Thunfisch unvorstellbar. Doch die Jugendlichen aus Somalia und Estleigh, ein somalischer Distrikt in Nairobi, geben den Glauben und die Hoffnung an die Piraten nicht auf. Zweifellos wird das Leben eines Piraten dem des Al Shabab bevorzugt, nicht nur wegen derer Coolness sondern auch wegen der guten Arbeit, die sie leisten um Lösegeld für die Infrastruktur und die Gefangenen zu sammeln. Das ist auch der Grund für die große Freude der Somalier, wenn Piraten mit dem Lösegeld wieder zurück kommen. Die Somalier verstehen, dass Somalia selbst keine Schuld an dem Scheitern ihres Staates hat, sondern die EU - denn Europa konnte Somalia nicht helfen, aber die Piraten schon.


Super Klasse und Kreativ!!! Weiter so...



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