5 Minutes in Dortmund

5 MINUTES: DORTMUND

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ARTE Creative

Was Wände und Züge zumeist schmückt, ist der Eigenname des jeweiliges Künstlers oder der Crew. Allerdings wird die Ausdrucksform des Graffiti zunehmend auch dafür genutzt, gesellschaftspolitische Botschaften in Szene zu setzen, wie ein Blick nach Dortmund zeigt. 
Wer in der Sprühkunstmetropole am östlichen Rand des Ruhrgebiets einen aufmerksamen Blick aus dem Zugfenster riskiert, dem dürften – neben allerhand ästhetisch anspruchsvollen Arbeiten – vor allem jene Werke auffallen, die mittels ihrer Rhetorik einen äußerst regierungskritischen Impetus verfolgen. So sind zum Beispiel in die Form von ansehnlichen Graffitis die Inhalte „Im Kampf gegen die NWO“ [New World Order], „BRD-igung“ oder „White Sky“ eingelassen. Die Andeutungen sind dabei nicht immer direkt zu verstehen, vielmehr handelt sich um gängige Codes von Verschwörungstheoretikern. Die Anspielung „White Sky“ etwa rekurriert auf die vertretene Hypothese, das eine Weltregierung mithilfe von Chemikalien, verbreitet durch Passagierflugzeuge, die Menschheit systematisch ausrotten oder wahlweise verdummen möchte.
Als Leitmedium der Verschwörungstheoretiker kann zweifelsfrei das Internet genannt werden, wo etwaige Ansätze zu Hauf im Umlauf sind. Insofern stellt die Verschwörungstheorie im Gewand des Graffitis, also sozusagen ein Hybrid aus politischer Botschaft und ästhetischem Objekt, eine interessante Verquickung von Aspekten dar. Nachdem ein Blogartikel von ilovegraffiti.de kontrovers diskutiert wurde, haben die Jungs sich vorgenommen, den Aussendern der regierungskritischen Graffitis nochmals auf die Spur zu kommen, um ein bisschen mehr Klarheit ins Dunkel zu bekommen!
 

 

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