THE ART GEEKS 2013 # 6 ralf baecker

Die Ästhetik des Digitalen: Ralf Baecker will wissen, was zwischen 0 und 1 passiert

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Martin Dunkelmann

Mit Lasern, Lautsprechern und Mineralien sucht Ralf Baecker nach der rohen Ästhetik des Digitalen. Er versucht die Prozesse sichtbar zu machen, die uns normalerweise in den Maschinen verborgen bleiben. Unsere Serie Art Geeks stellt drei neue Arbeiten vor.

Ralf Baecker will wissen, was zwischen 0 und 1 passiert. Denn genau das verschweigen uns die Computer heute. „Also eigentlich schaut man immer durch eine Shutterbrille auf die Prozesse innerhalb eines Computers.“ Die Apparate von Baecker befassen sich mit den Grundlagen von Rechenmaschinen. Um diese sichtbar und erfahrbar zu machen legt er einfach alles offen. Er vergrößert oder macht aus elektrisch mechanisch. Baeckers Maschinen sind irgendwie transparent. Trotzdem bleiben sie hochkomplex und irgendwie geheimnisvoll. So wie das "Crystal Set". Eine Apparatur, die nach den logischen Eigenschaften eines faustgroßen Siliciumcarbid Kristalls sucht, dem Rohmaterial fast all unserer elektronischen Geräte. Sein neuestes Projekt will herausfinden, wie Bilder in der Nähe der Wahrnehmungsgrenze entstehen. Baecker versucht mit Hilfe von Lasern, einem Spiegel und Wasser eine verktorähnliche Projektion zu erschaffen, die an einen Flug durch eine Landschaft erinnert. Wir haben ihn während der Testphase in seinem Berliner Atelier besucht.

Credits
• Martin Dunkelmann, Philipp Otte

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Ralf Baecker
The Art Geeks bei Metropolis

Musik
Akia

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