Die Idee des Jahres - Room in a box

Die Idee des Jahres: Karton-Möbel, mobile Kraftwerke und Plattenhüllen zum Scratchen

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ARTE Creative

ARTE Creative hat einhundert Persönlichkeiten aus der Kunst- und Kulturwelt gefragt: Was ist die Idee des Jahres? Wir stellen Euch jeden Monat zehn unkonventionelle, radikale und besonders innovative Ideen vor. Eine Idee als Video, neun Ideen in Textform. Keine Visionen oder Utopien, sondern ganz konkrete Produkte, Dienstleistungen und Werke aus der Kunst, Kultur- und Kreativwirtschaft. Und ihr könnt mitmachen: Schreibt uns (#ideedesjahres, #ideedelannee) welche Ideen Euch in diesem Jahr besonders beeindruckt haben! Diese Webserie entsteht in Kooperation mit "ZEIT Online".

71. "Room In a Box"

Eine gesamte Einrichtung mit Karton bauen? Mit "Room In a Box" ist das möglich! Dank der kompakten Beschaffenheit von "Room in a Box"  ist man weder auf das monströse Auto noch auf jene Freunde mit begrenzter Hilfsbereitschaft angewiesen. Bei "Room in a Box" findet man Kisten, Regale, Betten, Tische, alles aus Karton - alles zusammenfaltbar.

72. "Experience Helmet"

Der von der Künstlerin Aiste Noreikaite entwickelte "Experience Helmet" erzeugt ein hörbares Abbild persönlicher Erfahrungen und Gefühlen in Echtzeit. Wenn man den Helm trägt, hört man ausschliesslich, wie das Gehirn funktioniert und ermöglicht somit eine erweiterte Selbstwahrnehmung ganz ohne illegale Substanzen!

73. "Bioluminescent Forest"

Künstler vom Kollektiv "3dhund" verwandelten durch Projection Mapping Waldabschnitte in eine biolumineszente Entdeckungswelt. Das Ergebnis ist dieses Video einer Wunderwelt, dass keiner Post-Production unterzogen wurde, alles „echt“, alles Live im Wald von Beamer projiziert. dazu gibt es auch ein Tracks-Beitrag.

74. "Pathfinder"

Interaktive Choreografien in Echtzeit tanzen? Mit "Pathfinder" ist das möglich. Bisherige Projektionsprogramme im tänzerischen Kontext übermittelten lediglich Daten, bei denen einzelne Parameter von der Darstellenden Person ansteuerbar waren und dadurch nur eine Teil-Interaktivität ermöglichten. Entgegen dem bietet Pathfinder eine neue Ebene der Interaktivität im tänzerischen Prozess, da der Algorithmus des Programms grafische Patterns in Echtzeit kreiert, auf die man choreografisch eingehen kann.

75. "Kraftwerk"

Nie mehr ohne Akku unterwegs! Mit "Kraftwerk" kann man ein Gas betriebenes mini-Kraftwerk ganz einfach in der Tasche mit sich tragen. Persönliche Geräte lassen sich kinderleicht per USB anhängen und aufladen. Ein kleiner Spritzer Gas, welches man beispielsweise auch zum Auffüllen von Feuerzeugen benutzt, reicht, um das kleinformatige Kraftwerk für einige Wochen zu betreiben und die Akkuleere (beinahe) für obsolet zu erklären.

76. "Rethcaw"

Der Künstler Florian Wachter hat das Programm "Rethcaw" entwickelt, welches die Übersetzung von Bildparametern in eine interaktive Datenvisualisierung als 3D Landschaft ermöglicht. Das heisst, man kann sich "Rethcaw“ herunterladen, selbst Videomaterial in das Programm laden und in Echtzeit die daraus übersetzte 3D Landschaft mitgestalten. Dieses Open-Source Programm ist nicht nur ein Traum für VJs, sondern bietet allgemein eine absolut neue Videoerfahrung.

77. "Tx.to"

Wer hat noch nie davon geträumt, sein Leben schriftlich festzuhalten wie in einem Buch? Wir sind die Helden unserer eigenen Geschichte! Das brachte Martin und Mathieu auf eine Idee: Bei ihrer Firma "Tx.to" kann man seinen SMS-Austausch auf Mini-Schriftrollen mit Holzkern drucken lassen.
Jedes der drei Röllchen ist ein "Band" dieser ganz persönlichen Story, die nicht von Bilbo dem Hobbit handelt, sondern Momente aus unserem eigenen Leben festhält!  

78. Scratchen mit Dj QBert !

Eine Schallplatte zu kaufen ist immer eine gute Idee…aber noch besser ist es, wenn man die Plattenhülle zum Mixen von Songs verwenden kann! Der englischen Firma Novalia, die auf interaktive sensitive Technologien spezialisiert ist, gelang die Entwicklung eines solchen Covers, dem im Zeitalter des DJ-Booms der Erfolg gewiss ist. Projektleiterin Kate Stone will mit der Aktion dem vielfach bereits totgesagten Datenträger Papier zu neuer Beliebtheit verhelfen. „Ich glaube nicht, dass das Papier tot ist, er hat sich im Lauf der Zeit nur verändert, und es ist mir wirklich wichtig, ihm einen neuen Zweck zu verleihen“, erklärt Kate Stone. Die Firma wandte sich an einen der berühmtesten DJs von San Francisco: DJ QBERT, den Erfinder von Scratch-Techniken wie dem „Hamster Style“. Seiner neuen Scheibe „Extraterrestria-GalaXXXian" liegt ein „DJ-Mischpult“ aus Papier bei, das man über WLAN mit der App "DJay" auf dem iPad oder iPhone verbinden kann. Und schon geht der Spaß los – in jedem von uns schlummert ein DJ!

79. "Poopycat"

„Kannst du mal bitte das Katzenklo saubermachen?“ – „Ach neee, nicht schon wieder …“ Die holländische Firma "Poopy Cat" bietet ein neues Produkt an, durch das die lästige Pflicht entfällt: eine faltbare Katzentoilette aus biologisch abbaubarer Pappe, die nach einwöchigem Gebrauch einfach weggeworfen wird.  Praktisch und hygienisch! Darüber hinaus hat Poopy Cat eine Crowdfunding-Kampagne für ein weiteres neues Konzept gestartet: ein "Katzenspielhaus im Baukastensystem". Es besteht aus Pappelementen, mit denen Katzenfreunde das Spielterrain ihrer Samtpfoten immer wieder anders gestalten können.

80. "Weavesilk"

Generative Art, zu Deutsch Generative Kunst, ist eine der vielen Spielarten des digitalen künstlerischen Schaffens, bei der das Werk durch vom Künstler erstellte Algorithmen entsteht. Mat Jarvis und Yuri Vishnevsky haben die iPad-App "Weavesilk" entwickelt, mit der jeder wunderschöne Motive erschaffen kann. In einem Interview erläutern die beiden kreativen Köpfe das Konzept des schlichten, aber effektvollen Spiels. Die Bilder und die Begleitmusik sollen beim Nutzer für Entspannung sorgen. Ganz nach Lust und Laune kann man sich der kreativen Tätigkeit kurz zwischendurch widmen oder stundenlang unzählige Kombinationen und Effekte ausprobieren.

Weitere Ideen des Jahres :
Die Idee des Jahres 1-10: Kaffee-Kraftstoff, Edward Snowden und ein twitternder Dachs
Die Idee des Jahres 11-20: Solarleuchten, Mini-Drohnen und Entscheidungsfindung Crowdsourcing
Die Idee des Jahres 21-30: Roboter für Kinder, Anthropozän und ein psychiatrisches Softwarediagnosegerät
Die Idee des Jahres 31-40: Futuristisches Eis, Plastikflaschen-Insel und Musik-Tattoos
Die Idee des Jahres 41-50: Duftende SMS, Fahrrad im Handtaschenformat und schwebendes Skateboard
Die Idee des Jahres 51-60: Radarweste, 3D-Stift und smarter Mülleimer
Die Idee des Jahres 61-70: Ampel-Pong, Katzen-Experiment und Mario in HD

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