'Colours Of Resilience'

Herakut & aptART: Malen für den Frieden in Syrien

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ARTE Creative

Im Juni 2014 haben wir erneut das Künstler-Duo Herakut (Jasmin Siddiqui und Falk Lehmann) besucht und mit ihnen über ihr Projekt "Colours Of Resilience" gesprochen. Hintergrund des Projekts ist eine Reise der beiden Künstler in das syrische Flüchtlingscamp Za’atari, in dem mittlerweile 80.000 Menschen leben, die Hälfte davon Kinder. Das Duo bemalte vor Ort zusammen mit den jungen Syrern riesige Wände und versuchte so, etwas Farbe in deren tristen Alltag zu bringen. Die Ergebnisse sind jetzt in einer Ausstellung in Frankfurt zu sehen: Fotografien, Diskussionsrunden, Lesungen, Filmvorführungen und Live-Musik erzählen die Geschichten der Flüchtlinge und der Erlebnisse von Herakut in Jordanien.

Im Flüchtlingslager lernten die beiden Künstler auch die Kriegsreporterin Tracey Shelton kennen, die den Konflikt in Syrien seit Jahren an den Frontlinien miterlebt und dokumentiert und das Projekt mit den nötigen Kontakten vor Ort versorgte. Tracey Shelton wurde für das Projekt ebenso nach Frankfurt eingeladen wie auch Samantha Robison, die Gründerin von dem Projektpartner "AptArt" (Awareness & Prevention Through Art), eine Vereinigung, die Künstler und große Hilfsorganisationen zusammenbringt. Samantha Robison wollte die Werke, die in den Flüchtlingslagern entstanden sind eigentlich in London ausstellen. Aber Jasmin "Hera" Siddiqui bestand darauf, stattdessen ihre Heimatstadt Frankfurt zu wählen. "Ich habe hier viele Kanäle, die ich nutzen kann", erklärt sie. Sowohl das Kulturamt der Stadt Frankfurt als auch etliche ehrenamtliche Helfer förderten und ermöglichen das Projekt, es wurde in Zusammenarbeit mit ACTED erarbeitet unter anderem von UNICEF und ECHO (EU Humanitarian Aid and Civil Protection) unterstützt und stand unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Peter Feldmann.

Die Dokumentation zeigt den Aufbau der Ausstellung in choreographischer Reihenfolge. Tracey Shelton berichtet von ihren Erfahrungen in Aleppo, Herakut kommentieren die Reise in das Flüchtlingslager Zaatari und geben Tipps, wie und wo man am besten helfen kann. "In diesen Lagern herrschen völlig neue Strukturen. Schubkarren etwa stellen gerade für Kinder einen großen Wert dar. Denn sie können für andere schwere Sachen transportieren und haben so eine Einnahmequelle", erzählt Siddiqui. Daher bemalten sie zum Beispiel auch diese wertvollen Transportmittel. Als Leinwände dienten darüber hinaus meist Zelte, da feste Wände Mangelware sind.

Colours of Resilience ist ein Projekt von AptART und ACTED gefördert von UNICEF und ECHO.

Video-Credits
"Colours of Resilience" its eine Red Tower Filmproduktion in Zusammenarbeit mit ARTE Creative und freundlicher Unterstützung von AptART, ACTED, UNICEF und ECHO.

Foto-Credits
Herakut Travelbook
Falk Lehmann, Alexander Krziwanie

Redaktion: ilovegraffiti.de

Links:
Herakut
Colours of Resilience
Tracey Shelton
Refugees: Die bimediale Serie von ARTE Info