Atelier A - Mohamed Bourouissa

Atelier A: Mohamed Bourouissa

Atelier A

Mohamed Bourouissa probiert sich stets in neuen Formaten aus. Seine Kunstpraxis speist sich aus verschiedenen Formen des Austauschs und des Dialogs. Das Werk Horse Day spielt mit Fotografie und Skulptur und studiert die Subkultur der Horsemen in der US-amerikanischen Stadt Philadelphia.

Mohamed Bourouissa hinterfragt mit seiner Kunst die Funktionsweise der Ökonomie und wie sie Kultur und Kunst beeinflusst. Ihr zentrales Element ist das Tauschgeschäft, weshalb der Austausch auch das zentrale Motiv in Bourouissas Kunst darstellt. Mit seiner Technik, Gesten, Taten oder Objekte in Umlauf zu bringen, bewegt er sich zuweilen auch am Rande des gesellschaftlich Anerkannten: Ob er ein Handy in ein Gefängnis schmuggelt, um dort Bilder machen zu lassen (Temps mort, 2009), mit versteckter Kamera die Kunden von Zigerattenverkäufern in der Metro filmt (Legend, 2010) oder Diebe mit ihren gestohlenen Objekten ablichtet (Shoplifter, 2014-2015), Mohamed Bourouissa bringt Bewegung in die Zusammenhänge zwischen Individuen, Orten und Vorstellungen.

Der Künstler führt "durchschnittliche Bilder" in das Feld der Kunst ein, um ihre Symbolik hervorzuheben – wie schon in seiner ersten Fotoserie über die Banlieue: Périphérique (2005). So gestaltet er den Austausch zum grundlegenden Vektor zwischen Künstler und Gesellschaft.

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