Atelier A - Nicolas Chardon

Atelier A: Nicolas Chardon

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Während der französische Künstler Nicolas Chardon in seinem Atelier damit beschäftigt ist, ein orthogonales Raster zu formen, spricht er über sein Polyptychon "Abstract", das aus Worten und Motiven besteht. Er erläutert seine Arbeitsmethode und die Herausforderung der abstrakten Kunst und seines Erbes.

Nicolas Chardon kennt seine Klassiker, seine Geschichte der modernen Kunst und vor allem Malewitsch, die russischen Konstruktivisten, Stella und die großen abstrakten Meister. Anstatt sie zu zitieren oder sie sich opportunistisch anzueignen, experimentiert der junge Künstler, er verlagert den Blick und bringt Bewegung in den mustergültigen Kanon. Schachbrettmuster schlagen Wellen, Kreuze und geometrische Formen, die sein Vokabular bilden, verformen sich und verlieren ihre Gradlinigkeit. Chardon stellt sie auf den Prüfstand, um herauszufinden, was am Ende von diesen großen Utopien der Abstraktion übrigbleibt. Als Motiv und Raster grenzt sich die Abstraktion von jeher gegen die "Bedrohung" dekorativer Tendenzen ab. In eben dieser Tradition hat sich Chardon seinen Platz erkämpft: Er arbeitet ausgehend von maschinell verwobenen Stoffen, die ihm als Basis für seine Gemäldekompositionen dienen und die er in ein Spiel mit Spannungen und Verzerrungen integriert, welches die "Reinheit" der modernistischen Suche nach Abstraktion zunichte macht.

Links:

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