Atelier A - Isabelle Giovacchini

Atelier A: Isabelle Giovacchini

Atelier A

Fotografie als Fehlerexperiment: Mit Geduld und bedingungsloser Liebe für das Medium begibt sich Isabelle Giovacchini auf eine ganz persönliche Suche nach den Ursprüngen der Fotografie.

"Ich hätte gerne zu den Leuten gehört, die die Fotografie erfanden." Und in gewisser Weise ist es genau das, was Isabelle Giovacchini in ihren experimentellen Arbeiten macht: Fasziniert von der ursprünglichen Fotografie als technisches Verfahren testet die französische Künstlerin die Grenzen des Genres aus, erforscht Abweichungen, Unklarheiten, Fehler und Schwächen des Prozesses zum Sichtbarmachen von Realität – und entdeckt genau darin die Poesie des Mediums. Dieses ist somit nicht nur Träger, sondern gleichwohl Inhalt ihrer künstlerischen Arbeit, die ohne Fotoapparat auskommt. Hier ist das Atelier ein Fotoforschungslabor, die Kamera ein Diaprojektor. Giovacchini arbeitet an der Oberfläche des Bildes, die sie verfremdet, indem sie Elemente auslöscht oder Spuren zum Vorschein bringt. Durch die Überbelichtung des Papiers oder die Verwendung chemischer Stoffe stellt sie technische Schwächen in den Vordergrund und unterstreicht zugleich den Zauber einer vergänglichen Sichtbarmachung – sei es in den Schichten eines Bernsteins (Ambre, 2006), den Tiefen eines Negativsees (Quand fond la neige, 2013-2014) oder den Überlagerungen von Röntgenbildern (Corps étrangers, 2008).
 

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Die Webseite von Isabelle Giovacchini

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