BiTS - Minecraft

BiTS - Minecraft

ARTE Creative

Im großen Initiationsmythos der westlichen Welt, dem Turmbau zu Babel, verfällt der Mensch dem Größenwahn – und wird von Gott bestraft. Der Open-World Klassiker Minecraft lässt seit 2009 seine Gamercommunity virtuelle Bauwerke errichten, die selbst den Petersdom als Hundehütte erscheinen lassen. Ist Minecraft also Sünde? Machen wir uns doch ein BiTS!

Minecraft macht den Spieler zum gottgleichen Bauherren und Herrscher über seine eigene virtuelle Welt. Ob die Pyramiden von Gizeh, Atlantis, die Titanic oder der Todesstern – die Minecraft-Community hat sich seit dem Erscheinen des Spiels 2009 eine ganze Reihe neuer Universen und Realitäten errichtet. Die pixelige, minimalistische Grafik und die unendliche Freiheit des Spiels machten Erfinder Marcus "Notch" Persson so zum Milliardär – und Millionen Gamer auf der ganzen Welt zu Gaudis, Le Corbusiers und Da Vincis ihrer virtuellen Ländereien.

Das Kulturmagazin BiTS erscheint jeden Mittwoch bei ARTE Creative und zeigt die geekige Welt in allen ihren Erscheinungsformen – über das Kino, Computerspiele, TV-Serien, Webkultur, Live-Events, Comics bis hin zur Literatur.

Im Interview erklärt Gamedesigner Frédérick Raynal das Suchtpotenzial des Spiels und warum Utopien wichtig sind.

Wie Raynal gehört auch Aypierre zu den französischen Pionieren von Minecraft. Auf YouTube spricht er über sein Minecraft-Königreich. Schnell waren seine Videos virale Hits und er konnte der Szene aus bester Sicht beim Wachsen zu sehen.

Als Vorreiter bei der Verwendung von Algorithmen und Digitaldruck in der Architektur interessiert sich Philippe Morel für Konstruktionspiele und die Kreativität, die sie enthüllen. 

 

Weiterführende Links:
• Der Beleg dafür, dass sich das Publikum für Minecraft begeistert: der Turmbau zu Babel. Das Spiel schöpft aus unserer Kultur und altüberlieferten Verhaltensweisen.
• Wie kann man die virtuellen Welten aus anthropologischer Sicht analysieren?
• Was sind die Merkmale eines Open-World-Spiels wie Minecraft?
• Porträt des Mathematikers und Wirtschaftswissenschaftlers John Nash, der sich mit Spieltheorien beschäftigte.

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