Industriebrachenumgestaltung - Ein Tag auf der IBUg 2015 Industriebrachenumgestaltung - Ein Tag auf der IBUg 2015 Industriebrachenumgestaltung - Ein Tag auf der IBUg 2015

Welcome to Street Art Paradise

Bild des Benutzers Red Tower
Red Tower

Bei der 10. Ausgabe des Street Art Festivals IBUg Ende August 2015 wurde wieder gesprayt, gemalt und geschraubt was das Zeug hält. Hierfür wurde der alten Kaffeerösterei in Plauen ein neuer Anstrich verpasst. Neu dieses Jahr: Die IBUg zu Gast auf der OSTRALE Dresden.

Fabrikhallen, Stahltüren, Schornsteine – auf der IBUg wurde alles zur Ausstellungsfläche. Ende August war es wieder soweit: 60 Street-Art-Künstler aus 11 Ländern verwandelten mit ihren Graffiti, Murals und Installationen die alte Kaffeerösterei in Plauen in eine Street-Art-Galerie. In einer einwöchigen Kreativphase tobten sich die Künstler auf dem Industriegelände aus und brachten an die Wand, was die Street-Art-Palette zu bieten hat.

Am letzten Tag der Veranstaltung lassen wir uns über das Gelände führen und treffen dabei u.a. auf Künstler wie Florian Huber  aus Hamburg, der auf dem Dach der Alten Kaffeerösterei mit der Münchener Graffiti Legende Loomit kollaboriert, und wir begegnen Tommi vom Kollektiv Quintessenz, Simo und Tasso, der dieses Jahr selbst aktiv mitwirkt. Zudem treffen wir Guido Zimmermann aus Frankfurt, der mit der Künstlerin Chinagirl Tile aus Wien zusammen arbeitet. Sie zeigt uns, wie man Keramik in ein Wandgemälde einarbeiten kann. Dr. Molrok erklärt seine Buchstaben-Installation aus Metall. Auf unserem Spaziergang entdecken wir auch jede Menge visuelle und installative Kunst, u.a. von Benuz aus Mexiko,  Bond TruLuv aus Leipzig, Christian Rug aus Leipzig, Farbgefühl aus Jena, Herr Orm, HiFi, HNRX, Innerfields aus Berlin, KERA, Madame Moustache aus Montpellier, Majilina (Italy), Odourodessa  aus Nürnberg, Theo Eifrig, Royal TS  aus Leipzig, Zone56 oder auch Monarch aus Erfurt, der eine fantastische Skulptur gestaltet. 

Ins Leben gerufen wurde die IBUg 2006 vom Künstler Tasso in seiner Heimatstadt Meerane. Seitdem hat sich der Event zu einem international renommierten Festival entwickelt, das jedes Jahr Street-Art-Künstler aus aller Welt und mehrere Tausend Besucher anlockt. Mit solchen Dimensionen hatte Tasso, der 2006 eigentlich nur auf der Suche nach freien Flächen in Industriebrachen war, nicht gerechnet: "Ich hätte nie gedacht, dass die IBUg mal eine so große Sache wird."

 

 

 

Die Ostrale 2015 meets Graffiti Art Die Ostrale 2015 meets Graffiti Art Die Ostrale 2015 meets Graffiti Art

Die zehnte IBUg-Auflage ist gleichzeitig auch eine Premiere: Die meisten Brachen vergangener Jahre sind samt Kunstwerken längst abgerissen. Dagegen ist die Alte Kaffeerösterei mehr Kulturzentrum als Brache. Das ist neu, denn die entstandenen Arbeiten bleiben zum ersten Mal erhalten. Für die Künstler sei das eine Herausforderung, sagt Tasso. Die IBUg ist aber schon längst weit mehr als ein einmal im Jahr stattfindendes Event. Die Organisatoren wollen mit "IBUg on Tour" auch Schnittstelle zu anderen Projekten sein, die sich mit Street Art beschäftigen. Dieses Jahr kooperierte die IBUg dafür mit der OSTRALE, eine seit 2007 stattfindende Gruppenausstellung für zeitgenössische Kunst in einem ehemaligen Schlachthof in Dresden.

Links:
• IBUg
• Ostrale - Zentrum für zeitgenössische Kunst