Anna Herms und Jo Preussler
»Im Zentrum der Zerstreuung«, 12min30sec DV, 2011
»Schauen Sie sich doch die Menschen an: Sie möchten den Ort A mit dem Ort B verbinden, und was tun sie? Sie bauen eine Brücke!« - Konrad Sander
Die junge Filmemacherin Vera Wassermann begegnet dem Architekten Konrad Sander, der seit den 1970er Jahren eine Methode des »unsichtbaren Bauens« entwickelt, die sämtliche Verfahrensweisen dessen, was wir unter Architektur verstehen, verlässt.
Wassermanns Ehrgeiz, Sanders Ideen mit ihrer Technik zu einem Dritten zu verbinden, trifft auf Sanders Misstrauen gegenüber der Kamera. Ihr Versuch, seinem theoretischen Weg mit filmischen Mitteln zu folgen und eine Analogie zum Verlassen des Sichtbaren zu entwickeln, scheitert an den Grenzen des Mediums. Die auf eine dokumentarische Rezeptionsweise zielende Sprache des Videofilms verliert sich in unzulänglichen Chiffren. Stattdessen entwickelt sich anhand der geschickt konstruierten Begegnungsgeschichte ein spannender Fragenkatalog über die Bedingungen des Sehens, Zeigens und Erzählens.
Ich bin langsam am Verzweifeln. Ich such immer noch die richtigen Knöpfe! Ich fühl mich wie im Kartenhaus. Nur noch 22 Stunden und 16 Minuten bis Abgabeschluss!



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