Publiziert am 31 August 2011 um 11:34 Von ARTE CREATIVE

Reynold Reynolds

Stadplan. EinE Stadt geteilt in Spra und che

mit einem Gedicht von Gerhard Falkner

2005, 10:04

 

DE "Häuser sind Wörter und Straßen sind Sätze und Städte sind Bücher und Länder sind Bibliotheken, wir stoßen auf die Frage, was ist der Mensch?" (Gerhard Falkner)

 

In der Videoarbeit Stadtplan von Reynold Reynolds blättert sich dem Betrachter die Stadt Berlin auf als würde er durch ein Buch spazieren. "Die Stadt ist ein Buch, wir lesen die erste Straße...". Wort und Bild fließen rhythmisch ineinander, verschränken sich oder laufen gegeneinander. Auch die visuelle Ebene wird in eine Doppelprojektion geteilt, so dass der Betrachter zwei Bilderströmen gleichzeitig folgt. Die rhythmisch aufeinanderfolgenden Blickwinkel auf Straßen, Häuser, S-Bahnen, Denkmäler und Menschenströme Berlins erinnern an eine Ästhetik der filmischen Auseinandersetzung in den 1920er Jahren mit den Geschwindigkeiten und Rhythmen der Massen in einer Metropole.

 

In seinen filmischen Arbeiten erforscht Reynolds immer wieder die Grammatik des urbanen Raums. Die Videoarbeit Stadtplan (2005) basiert dabei auf der Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller und Lyriker Gerhard Falkner, aus der ein weiterer Kurzfilm mit dem Titel Letzter Tag der Republik (2010) hervorging, der von der Geschichte des Palasts der Republik erzählt.

 

Reynold Reynolds wurde 1966 in Fairbanks/Alaska geboren und lebt derzeit in Berlin. Er studierte Filmwissenschaft an der University of Colorado in Boulder und Fotografie/Fotogra-fische Medien an der School of Visual Arts in New York.

 

EN "Houses are words and streets are sentences and cities are books and countries are libraries, and we arrive at the point where we have to ask, what is a human?" (Gerhard Falkner)


The video "Stadtplan" by Reynold Reynolds scrolls through the city of Berlin just as you would scroll through the pages of a book. "The city is a book, we read the first street..." Words and images merge rhythmically, either supporting or contradicting each others message. This double structure can also be found at the visual level, where the employment of a splitscreen technique prompts the spectator to follow two flows of images at the same time. The rhythmic succession of images of the streets, houses, suburban trains, memorials and crowds of Berlin remind of the aesthetic of the 1920s and its treatment of movement and rhythm of the masses in a metropolis. In his work Reynolds explores the grammar of the urban space.

 

The work "Stadtplan" (2005) is based on a collaboration with the writer and poet Gerhard Falkner which also spawned another short with the title "Letzter Tag der Republik" (2010) which tells the story of the Palace of the Republic.


FR "Des immeubles sont comme des mots et des rues sont comme des phrases et des villes sont comme des livres et des pays sont comme des bibliothèques, et enfin on arrive sur la question, qu'est-ce qu'est l'homme ?"

 

Le vidéo "Stadtplan" de Reynold Reynolds feuillie les rues de Berlin comme les pages d'un livre. "La ville est un livre, on lit la première rue..." Mots et images combinent en cadence, soit en soutenant soit en contestant le message l'un de l'autre. Ce doublement se retrouve aussi sur le niveau graphique où un "splitscreen" permet au spectateur de suivre deux successions des images en même temps. La succession rythmique des images de rues, immeubles, tramways et fleuves d?inhabitants de Berlin rappelle l'esthétique des années 1920 et leur traitement de la mouvement et le rythme des masses dans une métropole. Dans son travail Reynolds explore la grammaire de l'espace urbain.

 

Le travail "Stadtplan" (2005) est base sur une collaboration avec l'écrivain et poète Gerhard Falkner qui a aussi vu naitre un autre film qui s'appelle "Letzter Tag der Republik" (2010) qui raconte l'histoire du Palais de la République.
 



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Der Kunstverein Harburger Bahnhof (KVHBF), gegründet 1999, befindet sich direkt im Bahnhof Hamburg-Harburg über Gleis 3 & 4. In den eindrucksvollen Räumlichkeiten des ehemaligen Wartesaals 1. Klasse mit historischer Kassettendecke werden auf ca. 300 qm regelmäßig Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt. Der KVHBF-Channel kommuniziert mit einer Ausstellungssituation im Eingangsbereich des Kunstvereins: Auf dem zum Bahnhof ausgerichteten MONITOR wird rund um die Uhr eine weitere Videoarbeit der hier gezeigten Künstlerin/des Künstlers präsentiert. Beide Arbeiten verweisen wechselseitig aufeinander und umkreisen, ausgehend von der besonderes Lage des Kunstvereins im Fernbahnhof Hamburg-Harburg, thematisch das städtische Umfeld und urbane Treiben unserer Tage. Der Channel KVHBF wir kuratiert von Marie Luise Birkholz und Britta Peters.

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Kommentar des Tages

Ich bin langsam am Verzweifeln. Ich such immer noch die richtigen Knöpfe! Ich fühl mich wie im Kartenhaus. Nur noch 22 Stunden und 16 Minuten bis Abgabeschluss! 

Von Martin Wagner | 15/05/2012