Publiziert am 23 Januar 2012 um 18:29 Von SCHIRN Kunsthalle Frankfurt

Im Rahmen der Schirn-Ausstellung "Kienholz. Die Zeichen der Zeit" las der Musiker, Performance-Künstler, Autor und Schauspieler Blixa Bargeld Texte der Beat Generation um Allen Ginsberg, Lawrence Ferlinghetti, Jack Kerouac und William S. Burroughs. In den 1950er-Jahren brachte die Gruppe junger US-Schriftsteller ihren Zorn gegen die Nachkriegsgesellschaft in Form eigenwilliger literarischer Kompositionen zum Ausdruck, die alltäglichen Erfahrungen mit oftmals bruchstückhaften Erinnerungen und Assoziationen in wortgewaltige Text-Assemblagen verwandelten. Die rauschhafte wie experimentelle Literatur der Beat Generation rieb sich an der ruhigen Oberfläche einer Gesellschaft, die Konflikte beständig unterdrückte. Sich selbst als Gegenkultur verstehend, wendeten sich die Autoren gleichsam gegen literarische wie gesellschaftliche Konventionen und prägten ein alternatives Lebensgefühl. Nicht zufällig rüttelte zeitgleich zum Aufkommen der Beat Generation auch Edward Kienholz mit ersten, provokanten Werken die amerikanische Kunstwelt wach.

 

Blixa Bargeld, 1959 in Berlin geboren, gründete 1980 die Gruppe Einstürzende Neubauten, deren Sänger und Kopf er bis heute ist. Von 1984 bis 2003 war er Gitarrist bei Nick Cave and the Bad Seeds. Zahlreiche Konzertreisen führten ihn durch Europa, Nord- und Südamerika, Australien und Japan. Blixa Bargeld arbeitet als Komponist, Autor, Schauspieler, Musiker und Performer. Er war an Theaterprojekten von Heiner Müller, Werner Schwab und Peter Zadek beteiligt. Seit Mitte der 1990er-Jahre tritt er als Solo-Künstler mit seinen Rede/Speech Performances auf. Mit den Einstürzenden Neubauten feierte er im letzten Jahr 30-jähriges Bühnenjubiläum mit einer Tournee durch Deutschland und Europa, die er im Mai 2011 fortsetzte. Seit 2007 arbeitet Blixa Bargeld als anbb musikalisch mit dem Künstler und Musiker Carsten Nicolai alias Alva Noto zusammen.

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Profil

SCHIRN Kunsthalle Frankfurt

Since its opening on February 28, 1986, the Schirn has not only become an important Frankfurt institution, but established itself as one of today's most distinguished exhibition venues in Europe. Within the last twenty-five years, the Schirn has presented about 200 exhibitions on its overall floor space of 2,000 square meters. Visited by 6.3 million people, its shows included major surveys dedicated to Viennese art nouveau, Expressionism, Dada, Surrealism, and Outsider Art, to the "Women Impressionists," and to subjects like "Shopping - A Century of Art and Consumer Culture." The program also comprised comprehensive solo exhibitions of Wassily Kandinsky, Henri Matisse, Julian Schnabel, or Gustave Courbet or projects specifically developed for the Schirn, which focused on the work of artists like Jan De Cock, Terence Koh, Jonathan Meese, John Bock, or Mike Bouchet, for example.                                                      Seit ihrer Eröffnung am 28. Februar 1986 avancierte die SCHIRN nicht nur zu einer bedeutenden Frankfurter Institution, sondern zählt heute zu den profiliertesten Ausstellungshäusern in ganz Europa. Auf einer Fläche von insgesamt 2.000 Quadratmetern wurden in den vergangenen 25 Jahren rund 200 Ausstellungen von insgesamt 6,3 Millionen Besuchern gesehen. Gezeigt wurden große Übersichtspräsentationen zum Wiener Jugendstil, Expressionismus, Dadaismus und Surrealismus, zur Outsider Art, den "Impressionistinnen", zu Themen wie "Shopping - 100 Jahre Kunst und Konsum" sowie große Einzelausstellungen von Wassily Kandinsky, Henri Matisse, Julian Schnabel oder Gustave Courbet oder eigens für die SCHIRN erarbeitete Ausstellungen von Künstlern wie Jan De Cock, Terence Koh, Jonathan Meese, John Bock oder Mike Bouchet.

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